Entrevista con Nora Neuhaus de Laurel MEIN JOB BIBLIOTHEK: Voces de la comunidad bibliotecaria, retrato

Nora Neuhaus de Laurel – Formación y Desarrollo de Personal, Biblioteca Municipal de Bremen

 

Antecedentes profesionales y carrera.

Llegué a la biblioteca en 2015 por un afortunado giro de los acontecimientos. Tras estudiar Estudios Internacionales de Gestión Global en Bremen y Valparaíso, Chile, trabajé durante varios años en puestos directivos de recursos humanos en empresas privadas. Desafortunadamente, las dos empresas donde trabajé antes de quedar embarazada tuvieron que declararse en quiebra. La incertidumbre sobre el futuro me deparaba un gran estrés. Una mañana de verano de 2005, abrí el periódico y leí la oferta de empleo para la Biblioteca Municipal de Bremen: desarrollo y formación de personal, combinados con la seguridad del servicio público. Así fue como acabé en el mundo bibliotecario. Y como trabajo en mi profesión original, no me considero una persona que ha cambiado de carrera, sino más bien una especialista en bibliotecología. Hasta entonces, solo conocía las bibliotecas desde la perspectiva del cliente y no las había considerado realmente como empleadores. En los últimos 10 años, he experimentado de primera mano la importancia de las bibliotecas para nuestra sociedad y lo excelentes empleadores que son. Estoy muy agradecida por ello.

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Bildnachweis Beitragsbild Nora Neuhaus de Laurel: © Elisa Meyer / Nutzungslizenz: Nora Neuhaus de Laurel

 

Persönliche Erfahrungen

Ich kann mich an keinen Tag erinnern, an dem ich keine Lust hatte, zur Arbeit in die Bibliothek zu gehen. Das war bei meinen vorherigen Anstellungen leider zuweilen anders. Es ging um Profit und Effizienz und durch die schwierigen finanziellen Situationen auch oft um Personalentscheidungen, an denen ganze Familienschicksale hingen. Das hat etwas mit mir gemacht. Natürlich geht es bei der Arbeit in Bibliotheken auch um Kenn- und Leistungszahlen aber die Arbeit ist viel Werte- und Menschen-orientierter. Ich kann meine Stärken und Ideen einbringen und habe das Gefühl, dass ich mit meiner Arbeit einen kleinen Beitrag zu einer gerechteren Welt beitragen kann. Darüber hinaus liebe ich die Vielseitigkeit meines Arbeitsplatzes auch wenn der Schreibtisch bei Personalentwicklung, Personalgewinnung, Ausbildung, Koordination der Freiwilligen und Praktikant:innen, Statistiken und Controlling sowie den Einsätzen im Kundenbereich recht voll ist. Ich möchte nichts missen und bin froh, dass meine Arbeitgeberin mein Engagement auf Bundesebene fördert. Ich bin Vorsitzende der Kommission für Personalgewinnung des Deutschen Bibliotheksverbandes und der Berufsverbände BIB und VDB. Diese Tätigkeit hat mir viele Vernetzungsmöglichkeiten und Räume für Wissensaustausch geschenkt.
Was mich jedoch jedes Mal in meiner Entscheidung bestärkt, im Bibliotheksfeld tätig zu sein, sind oft kleine, fast unscheinbare Begegnungen und Situationen: Ein liebes Wort einer Bibliothekskundin, für die die Bibliothek und ihre Angebote so viel mehr bedeuten, als dass es uns immer bewusst ist, strahlende Kinderaugen auf einer Reaching-Out-Veranstaltung, wenn der Roboter erfolgreich programmiert wurde oder die glückliche und erleichterte Verabschiedung eines Schülers am Telefon, der sein erstes „Praktikumstelefonat“ gemeistert hat. Und es sind natürlich die Augenblicke, in denen unser Bibliotheksnachwuchs die Abschlussprüfungen absolviert und wir gemeinsam auf die erfolgreiche Ausbildung anstoßen können. Sehr geprägt hat mich in diesem Zusammenhang das Projekt „Zukunftschance Ausbildung“, bei dem Menschen mit eigener Fluchtgeschichte ihre Ausbildung bei uns absolviert haben bzw. noch immer absolvieren. Voneinander zu lernen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und Sprachbarrieren zu überwinden ist einerseits zwar herausfordernd, anderseits aber auch sehr bereichernd. Zu sehen, wie wertvoll diese Menschen mit ihrer Mehrsprachigkeit und ihrer kulturellen Prägung im Bibliotheksalltag sind und wie wichtig ganz allgemein all die verschiedenen Mitarbeitenden in Bibliotheken mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen, Interessen und Stärken sind, ist toll.

 

Significado y valor añadido.

Der Blick auf Politik und Gesellschaft beängstigt mich gerade sehr. Bibliotheken übernehmen eine zentrale demokratische und gesellschaftspolitische Funktion. Als Orte des Austausches unterstützen sie mit ihrem Medien-, Informations- und Veranstaltungsangebot die Meinungsbildung und das demokratische Gemeinwesen. Es erfüllt mich, einen kleinen Beitrag hierzu leisten zu können.
Als Bibliotheksmitarbeiterin und Mutter erlebe ich natürlich auch, wie wichtig Bibliotheken für die Vermittlung von Lese- und Medienkompetenzen sind. Und auch die Gespräche mit den teilnehmenden Schüler:innen am jährlichen Zukunftstag (Girl´s & Boy´s Day) in unserer Bibliothek unterstreichen diese wichtige Funktion.
Die Stadtbibliothek Bremen offeriert den Menschen ein vielfältiges Medien- und Veranstaltungsangebot und fokussiert sich aktuell u.a. auf Stärkung von demokratischen Strukturen. Ich freue mich, dass ich mich über mein originäres Aufgabenfeld in Projekten einbringen kann.

 

Recomendaciones.

Nunca me he arrepentido de haberme dedicado a la bibliotecología. El campo está en constante evolución y nunca aburre. Trabajas a la vanguardia de las tendencias actuales y es fundamental abordar los nuevos retos con flexibilidad y pragmatismo. Las bibliotecas abren sus puertas a temas importantes como el extremismo, la inclusión, la innovación digital y el cambio climático, así como a innumerables temas sociales como la soledad. El personal bibliotecario debe ser excelente comunicador y disfrutar trabajando con personas y medios diversos. Como profesional de RR. HH., busco nuevos compañeros con ganas de contribuir al desarrollo de las bibliotecas.

 

Desarrollos y perspectivas de futuro.

Sicherlich werden sich die Aufgaben von Bibliotheksmitarbeitenden auch in Zukunft verändern. Automatisierung und Künstliche Intelligenz werden eine Rolle spielen. Dadurch freiwerdende Ressourcen werden an anderer Stelle dringend benötigt. Mit Blick auf die jüngsten Bildungsergebnisse aus Schulen sind Bibliotheken wichtige Bildungspartner und in den Bereichen Lese-, Medien- und Recherchekompetenzen gefragter denn je.
Auch die zunehmende Spaltung der Gesellschaft wird Bibliotheken vor Herausforderungen stellen. Wie wird man den unterschiedlichen Besuchenden mit ihren vielfältigen Bedürfnissen gerecht? Wie garantiert man einen breitgefächerten, geprüften Bestand und belegbare Informationen? Wie kann man Dialoge, Austausch und Vernetzung fördern? Wo gibt es aber auch rote Linien, die nicht überschritten werden dürfen? Das Personal in Bibliotheken wird zukünftig vermutlich noch mehr die Rolle von Vermittelnden und Moderierenden einnehmen.

 

Espero sinceramente que las bibliotecas sigan defendiendo sus valores democráticos. Depende de todos y cada uno de nosotros contribuir a crear un espacio que encarne la apertura, la participación, el conocimiento y la tolerancia. ¡Acércate a las bibliotecas y sé parte de ello!

Entrevista con Nora Neuhaus de Laurel MEIN JOB BIBLIOTHEK: Voces de la comunidad bibliotecaria, Biblioteca Municipal de Bremen, Biblioteca Central

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Entrevista con Nora Neuhaus de Laurel MEIN JOB BIBLIOTHEK: Voces de la comunidad bibliotecaria, Biblioteca Municipal de Bremen, vista desde dentro

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Entrevista con Nora Neuhaus de Laurel MEIN JOB BIBLIOTHEK: Voces de la comunidad bibliotecaria, Biblioteca Municipal de Bremen, Biblioteca de las Cosas

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