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Studium Bibliotheks- & Informationswissenschaften

Beginne ein neues Kapitel –
gestalte die Welt von morgen.

Bibliotheksstudium: Bachelor, Master, Promotion & wissenschaftlicher Dienst

Werteorientiertes Studium mit vielfältigen Möglichkeiten

Du interessierst Dich für Menschen und Medien und möchtest Dich für demokratische Werte einsetzen? Dann könnte das Studium Bibliotheks- und Informationswissenschaft genau das Richtige für Dich sein. Das Studium der Bibliotheks- und Informationswissenschaft qualifiziert Expert:innen, die Wissenschaft und Gesellschaft mit Informationen versorgen und Menschen fit in Informations- und Medienkompetenz machen.

Anforderungen & persönliche Interessen

Anforderungen: Du interessierst Dich für ein Studium der Bibliotheks- und Informationswissenschaft und möchtest wissen, welche formalen Anforderungen dafür gelten? Die meisten Studiengänge sind nicht zulassungsbeschränkt. Sowohl eine allgemeine als auch fachgebundene Hochschulreife berechtigen Dich zum Studium. An einigen Hochschulen ist alternativ eine Zulassung mit ausreichender berufspraktischer Vorbildung und Erfahrung möglich. An jeder Hochschule gibt es Ansprechpartner:innen speziell für Studieninteressierte. Du findest sie auf den Seiten der Studiengänge, die wir für Dich verlinkt haben.

Interessen: In der Berufswelt sind zudem Teamgeist, Serviceorientierung sowie ein Gespür für gesellschaftliche und technologische Trends gefragt. Eine Affinität zu IT und ein tiefes Verständnis für Strukturen von Daten und Texten sind von Vorteil.

Zukunftsperspektiven

Das Berufsfeld Bibliothek und Information eröffnet nicht nur eine vielversprechende Zukunft, sondern bietet auch aktuell eine herausragende Chance für qualifizierte Fachkräfte, da der Bedarf an Expert:innen in diesem Bereich deutlich größer ist als das aktuelle Angebot.

In öffentlichen Bibliotheken reichen die Tätigkeitsfelder von der Erwerbung und Erschließung von Medien bis zur Förderung von Sprach-, Lese-, Informations- und Medienkompetenz. Auch die Kultur- und Programmarbeit sowie das (Medien-)Management sind hierbei zentrale Aufgaben. In wissenschaftlichen Bibliotheken umfassen die Tätigkeiten die Erwerbung und Erschließung von Medien, Forschungsdatenmanagement, forschungsnahe Dienstleistungen, Informationskompetenzförderung und die Gestaltung von Informationsinfrastrukturen.

Die gefragte Expertise von Informations- und Kommunikationsspezialist:innen reicht jedoch weit über Bibliotheken hinaus und ist auch in Kultur- und Bildungseinrichtungen, Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen der Informationswirtschaft gefragt.

Ein herausragendes Merkmal dieses Berufsfeldes ist seine internationale Vernetzung. Dein Fachwissen wird nicht nur lokal, sondern auch global geschätzt. Wenn Du also eine anspruchsvolle, vielseitige und international ausgerichtete berufliche Laufbahn anstrebst, ist ein Studium in Bibliotheks- und Informationswissenschaft genau das Richtige für Dich. Nutze diese spannende Gelegenheit und entdecke die Fülle an Möglichkeiten, die Dich in diesem dynamischen und zukunftsorientierten Bereich erwarten!

Bachelorstudium in Vollzeit oder berufsbegleitend

Ein  Bachelorstudium der Bibliotheks- und Informationswissenschaft bietet eine umfassende akademische Grundlage für eine Laufbahn im Bereich Information, Dokumentation und Wissen. Dieser erste hochschulqualifizierende Abschluss erstreckt sich über eine Regelstudienzeit von 6 oder 7 Semestern und befähigt Absolvent:innen für den gehobenen Dienst sowie äquivalente Entgeltgruppen im öffentlichen Dienst, wobei Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes von stabilen Beschäftigungsverhältnissen, attraktiven Sozialleistungen sowie klaren Karriereperspektiven und oft einer guten Work-Life-Balance profitieren.

In Deutschland gibt es zwölf staatliche Hochschulen, die Bachelorstudiengänge in diesem Bereich anbieten.

Bachelorstudengänge in Vollzeit:

Bachelorstudiengänge berufsbegleitend / praxisbegleitend:

Referendariat / Volontariat

Die Ausbildung zur wissenschaftlichen Bibliothekar:in erfolgt in den meisten deutschen Bundesländern durch ein zweijähriges Referendariat bzw. Volontariat und setzt einen bereits erworbenen Masterabschluss, ein Universitätsdiplom, Magister oder Staatsexamen voraus. Während dieser Zeit werden angehende wissenschaftliche Bibliothekar:innen sowohl praktisch als auch theoretisch geschult.

Die praktischen Teile dieser Ausbildung finden in einer Bibliothek statt, wodurch die angehenden Bibliothekar:innen wertvolle Erfahrungen sammeln können. Parallel dazu werden theoretische Inhalte an der Humboldt-Universität zu Berlin oder der Bibliotheksakademie Bayern (BAB) in München vermittelt. Der berufsbegleitende Masterstudiengang Bibliotheks- und Informationswissenschaft (MALIS) der TH Köln qualifiziert ebenfalls für den höheren Dienst in Bibliotheken und anderen Informationseinrichtungen innerhalb und außerhalb Nordrhein-Westfalens.

 

Masterstudium konsekutiv

Wenn Du über einen Bachelorabschluss in einem bibliotheks- oder informationswissenschaftlichen Studiengang verfügst, hast Du die Möglichkeit, Dich mit einem Masterstudium für Leitungs- und Führungsaufgaben in verschiedenen Bereichen zu qualifizieren. Die Regelstudienzeit für konsekutive (das heißt, auf einen Bachelor im selben Fach aufbauende) Masterstudiengänge beträgt drei oder vier Semester.

Konsekutive Masterstudiengänge:

Masterstudium berufsbegleitend / Fernstudium

Berufsbegleitende Masterstudiengänge sind eine ideale Möglichkeit zur beruflichen Weiterentwicklung. Auch Wiedereinsteiger:innen, die ihr Wissen auffrischen möchten, profitieren von diesen Programmen. Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester und kann parallel zur beruflichen Tätigkeit absolviert werden.

Berufsbegleitende Masterstudiengänge / Fernstudium:

Weiterbildung / Zertifikatskurse

Durch einen Zertifikatskurs erhältst Du die Möglichkeit, Dein Wissen und Deine Qualifikationen gezielt zu erweitern. Diese Kurse bieten Dir ein solides, praxisnahes Fundament auf Hochschulniveau, ergänzend zu Deiner bestehenden Ausbildung und Berufserfahrung. Sie sind wissenschaftlich fundiert und direkt auf die Anforderungen der beruflichen Praxis ausgerichtet. Innerhalb klar definierter Themenbereiche vermitteln Zertifikatskurse kompaktes und aktuelles Know-how in einem überschaubaren Zeitrahmen, welches Du unmittelbar in Deinem Berufsalltag anwenden kannst. Durch den erfolgreichen Abschluss dieser Kurse qualifizierst Du Dich berufsbegleitend für spezifische Themengebiete, erweiterst Deine Karriereperspektiven, stärkst Dein berufliches Profil im Bibliotheksbereich und investierst in lebenslanges Lernen.

Weiterbildung / Zertifikatskurse:

Promotion

Eine Promotion in der Bibliothekswissenschaft ist ausschließlich am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft (IBI) der Humboldt-Universität zu Berlin (HU Berlin) möglich. Für die informationswissenschaftliche Promotion gibt es mehrere Standorte zur Auswahl, darunter Berlin, Darmstadt, Hildesheim, Konstanz, Regensburg und Köln. Die hochschulübergreifende Zusammenarbeit von Professor:innen der Fachhochschulen und Universitäten ermöglicht zudem kooperative Promotionen an Fachhochschulen.

Weitere Informationen zum Thema Promotion:

Besondere Studienformen

Short-Track-Studium: Das Short-Track-Studium Informationswissenschaften ist ein spezielles Angebot für Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste (FaMIs) der Fachrichtung Bibliothek, die ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben. Es handelt sich dabei um ein um zwei Semester verkürztes Bachelorstudium, welches von der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart sowie von der TH Köln angeboten wird und damit Fachkräften die Möglichkeit bietet, ihre berufliche Qualifikation weiter zu steigern. Hier bekommst Du weitere Informationen dazu.

Berufsbegleitendes / praxisbegleitendes Studium: Nähere Informationen dazu findest Du weiter oben.

Referendariat / Volontariat: Nähere Informationen dazu findest Du weiter oben.

Brückenkurs: Der Brückenkurs “Ankommen in der Bibliotheksarbeit in Deutschland” richtet sich an Fachkräfte mit ausländischem bibliotheksbezogenem Studium oder Berufserfahrung, die Deutschkenntnisse auf mindestens B2-Niveau besitzen. Das Hauptziel des Brückenkurses ist es, den Einstieg in das Berufsfeld Bibliothek und Information in Deutschland zu erleichtern. Während des Kurses kannst Du Deine Qualifikationen an die Anforderungen des deutschen Bibliothekswesens anpassen, Dich mit den Arbeitsweisen und Standards vertraut machen und die notwendigen Fähigkeiten erwerben, um erfolgreich in deutschen Bibliotheken zu arbeiten. Der Brückenkurs bietet somit eine wichtige Unterstützung für einen erfolgreichen Start in die Bibliotheksarbeit in Deutschland. Hier bekommst Du weitere Informationen dazu.

Studiengebühren

Für die meisten Bachelor- und darauf aufbauende Masterstudiengänge werden keine Studiengebühren erhoben. Allerdings fallen pro Semester Semesterbeiträge an, die Beiträge für das Studierendenwerk, die Studierendenvertretung AStA, das Semesterticket und Verwaltungsgebühren umfassen. Das ist (Stand 2023) ein Betrag zwischen 100 und 400 Euro für sechs Monate. Zusätzlich entstehen Kosten für die Lebenshaltung, wie Miete, Lebensmittel, Freizeitaktivitäten, Hobbys und Telefon, die individuell variieren. Einen groben Überblick der durchschnittlich anfallenden Monatskosten für Leben und Wohnen kannst Du hier einsehen.

Um Dein Studium zu finanzieren, stehen verschiedene Optionen zur Verfügung, darunter BAföG, Stipendien, Studienkredite/Bildungsfonds und Darlehen. Die Wahl des passenden Finanzierungsmodells hängt von Deiner persönlichen Situation ab.

Ein Studium, vielfältige Inhalte

Politik, Recht, Ethik, Marketing, Kommunikation, IT, Pädagogik … Mehr als nur 1 Studium

Praxisnahe Studieninhalte & rasanter Direkteinstieg ins Berufsleben

Wir schätzen und fördern Dich mit all Deinen Facetten und Besonderheiten

Wir leben Demokratie, Nachhaltigkeit & Digitalisierung

Wir sind Dein sicherer Arbeitgeber in oft unsicheren Zeiten

Studium im In- & Ausland, Akademische Laufbahn, Verbandsarbeit – wo willst Du hin?

Stimmen unserer Studierenden


Die Münchner Stadtbibliothek dient den Menschen nicht nur als ein wunderbarer Ort zum Verweilen und zur Inspiration. Sie ist auch ein besonderer Ort, um sich im beruflichen Kontext zu verwirklichen und jeden Tag mit netten Menschen in Kontakt zu kommen – sei es im Team oder mit der bunt gemischten Kundschaft.
Auch bieten sich abteilungsübergreifende Möglichkeiten, Ideen und Konzepten in das gesamte System einzubringen und dabei die ganze Vielfalt der Stadtbibliothek kennenzulernen.
Schon länger denke ich, dass es kaum bessere Orte zum Arbeiten gibt, als diesen, egal ob in der Ausbildung, als gelernte*r FaMI oder studierte*r Bibliothekar*in.

György Kövesdi – FaMI Stadtbibliothek München & derzeit im Fernstudium für den Bachelor in Bibliothekswissenschaften an der FH Potsdam


Im Studiengang Bibliotheks- und Informationsmanagement werden die Studierenden durch die intensive Betreuung und Unterstützung der Lehrenden zu kritisch denkenden Expert:innen qualifiziert, die über aktuelle Trends und Entwicklungen im Berufsfeld informiert sind, auf Veränderungen flexibel reagieren und Probleme selbstständig lösen. Damit sind wir fit für die Zukunft.

Studierende Bibliotheks – und Informationsmanagement, HAW Hamburg


Inklusion, Gaming, New Adult, Book Tok oder Tonies – alles Begriffe, die es während meines Studiums (1992 – 1995) noch nicht gab! Vielfältigste Aufgaben und Herausforderungen von Teambuilding bis Medienauswahl, Auskunftsdienst oder Organisation von Veranstaltungen inmitten einer sich ständig verändernden Medienwelt und mit ganz unterschiedlichen Menschen aller Altersstufen in einer sehr offenen, diskussionsfreudigen und multikulturellen Stadtgesellschaft wie Tübingen, die man durch den persönlichen Einsatz inspirieren kann – das macht mir immer noch genauso viel Spaß wie am ersten Tag!

Sigrid Spieler – Teamleitung der Kinder- und Jugendbibliothek, Stadtbibliothek Tübingen


Ich finde, dass die Lehrenden uns mit viel Enthusiasmus, Leidenschaft und einer Spur Pragmatismus wertvolle Inhalte vermittelten. Stets den Blick auf die Praxis gerichtet, betreuten sie uns in sowohl studentischer als auch privater Hinsicht. Das Studium war aufregend, spannend und definitiv lohnenswert!

Sandra Rümmele – Absolventin Bibliotheks- und Informationsmanagement HAW Hamburg, Ärztliche Zentralbibliothek des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)


An dem Studiengang Bibliotheks- und Informationsmanagement gefällt mir besonders der enge Austausch mit den Lehrenden, der eine individuelle Förderung ermöglicht, sowie das Praktikum im 3. Semester, das früh die Gelegenheit bietet, praktische Erfahrungen zu sammeln und in das weitere Studium mit einzubringen.

Studierende Bibliotheks- und Informationsmanagement, HAW Hamburg

Bewerbungsprozess für Dein Studium

1.

Interessen & Zugang

Interessierst Du Dich für ein Studium im bibliothekarischen Bereich? Überprüfe die spezifischen Voraussetzungen Deiner Wunschhochschule und informiere Dich bei Bedarf direkt bei der Zulassungsstelle. Wie Du auch ohne Abitur studierenkannst, erfährst Du hier. Und solltest Du einen ausländischen Schulabschluss haben, erkundige Dich beim Akademischen Auslandsamt oder International Office der Hochschule über die Voraussetzungen.

2.

Hochschulwahl

Es gibt viele bibliothekarische Studiengänge und Hochschulen. Es ist oft eine Herausforderung, dabei den Überblick zu behalten. Schau auf unserer Webseite und direkt bei den Hochschulen vorbei, um Dich zu informieren. Überlege auch, ob ein Wohnortwechsel für dich in Frage kommt und welche Spezialisierung du anstrebst.Berufsberatungen sowie der Austausch mit Familie und Freunden können bei der Entscheidung hilfreich sein.

3.

Bewerbung & Wartezeiten

Die Einschreibung an einer deutschen Hochschule ist ein formaler Akt. Fristen und einzureichende Dokumente sind zuverlässig zu beachten. Erkundige Dich frühzeitig beim Immatrikulationsamt Deiner Wunschhochschule nach diesen Daten. Oft veröffentlichen die Immatrikulationsämter auch einen Zeitplan, auf dem Du sehen kannst, wann Du mit einer Zu- oder Absage rechnen kannst.

4.

Wohnen, Finanzierung, Nebenjob

Studienplatz erhalten? Herzlich willkommen in der Bibliothekscommunity! Nun geht es um die Klärung organisatorischer Fragen. Informiere Dich über staatliche Förderung wie BAföG oder über Stipendien bei verschiedenen Stiftungen und Einrichtungen. Für weitere Details zur Wohnungssuche, Freizeitaktivitäten und Nebenjobs schau gerne auf der Webseite Deiner zukünftigen Stadt oder Gemeinde.

FAQ Bib Studium

Welche Zugangsvoraussetzungen gibt es für ein Studium Bibliotheks- und Informationswissenschaften?

Um Bibliotheks- und Informationswissenschaft zu studieren, benötigst Du üblicherweise eine allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. Einige Hochschulen akzeptieren auch Bewerber:innen mit berufspraktischer Erfahrung. Das Studium ist meist nicht zulassungsbeschränkt, was Dir Flexibilität bei der Hochschulauswahl bietet. An jeder Hochschule gibt es Ansprechpartner*innen speziell für Studieninteressierte. Du findest sie auf den Seiten der Studiengänge, die wir für Dich verlinkt haben.

Welche Studiengebühren und Kosten fallen an?

Für ein Studium der Bibliotheks- und Informationswissenschaft fallen in der Regel keine Studiengebühren an, weder für Bachelor- noch für aufbauende Masterstudiengänge. Dennoch ist das Studium nicht kostenfrei. Pro Semester sind Semesterbeiträge zu entrichten, die sich aus Beiträgen für das Studierendenwerk, die Studierendenvertretung Asta, das Semesterticket und Verwaltungsgebühren zusammensetzen.

Die Gesamtkosten eines Studiums setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen, darunter Lebenshaltungskosten und Ausgaben für den Studienbedarf. Die 22. Sozialerhebung von 2023 ergab durchschnittliche monatliche Kosten von 410 Euro für Miete, 198 Euro für Ernährung, 100 Euro für Gesundheit, 89 Euro für Mobilität, 65 Euro für Freizeit, Kultur und Sport, 46 Euro für Kleidung, 31 Euro für Telefon und Internet sowie 31 Euro für Lernmittel. Diese Kosten variieren je nach Hochschulstandort und Studienfach.

Wie ist das Studium Bibliotheks- und Informationswissenschaften strukturiert?

Wenn Du Dich für ein Studium der Bibliotheks- und Informationswissenschaften entscheidest, wird die Struktur maßgeblich davon beeinflusst, ob es sich um das Bachelorstudium, das Referendariat oder Volontariat oder das postgraduale Studium handelt. Alle diese Programme sind darauf ausgerichtet, Dir einen umfassenden Überblick über die verschiedenen potenziellen Arbeitsfelder zu verschaffen und bieten dabei spezielle Vertiefungsmöglichkeiten.

Die Ausbildung legt einen klaren Fokus auf Praxisorientierung und bietet verschiedene Modelle, um die praktischen Aspekte zu integrieren. Je nach Studienangebot besteht die Option, die praktische Ausbildung entweder parallel zum theoretischen Studium zu absolvieren oder in aufeinanderfolgenden Blöcken. Diese Modalitäten können je nach Hochschule unterschiedlich gestaltet sein.

Zudem lohnt es sich immer, einen Blick in das individuelle Curriculum des Studiengangs zu werfen. Hier findest du oft zusätzliche Einblicke und Optionen, die Deinen persönlichen Interessen und beruflichen Zielen gerecht werden können.

Wie kann ich mein Studium finanzieren?

Um Dein Studium in Bibliotheks- und Informationswissenschaften zu finanzieren, stehen Dir verschiedene Optionen zur Verfügung.

BAföG: Eine Möglichkeit ist das BAföG, bei dem der Staat die erste Ausbildung fördert. Deine Berechtigung hängt von Einkommen, Vermögen, Alter und Staatsangehörigkeit bzw. aufenthaltsrechtlichem Status ab. Weitere Informationen findest Du hier.

Stipendien: Stipendien sind eine weitere Finanzierungsoption, und der Vorteil dabei ist, dass sie nicht zurückgezahlt werden müssen. Die Studienstiftung des Deutschen Volkes ist dabei das größte Begabtenförderungswerk. Es gibt auch spezielle Stipendien, wie das für Bahnbrecher:innen oder das Aufstiegsstipendium. In der e-fellows.net-Stipendien-Datenbank kannst Du nach weiteren Möglichkeiten suchen.

Darlehen / Studienkredit: Verschiedene Banken bieten Studienkredite an. Der Bildungskredit der Bundesregierung ist eine weitere Option. Der KfW-Studienkredit wird unabhängig vom Einkommen an staatlich anerkannten Hochschulen gefördert. Zusätzlich gibt es den Bildungsfond für Studierende mit guten Leistungen.

Jobben: Während des Semesters kannst Du bis zu 20 Stunden pro Woche jobben. EU-Studierende benötigen keine Arbeitserlaubnis, während Studierende aus Nicht-EU-Staaten und Kroatien bestimmte Beschränkungen haben. Nach dem Abschluss können internationale Studierende bis zu 18 Monate in Deutschland arbeiten. Es gibt auch die Blue Card EU für Absolvent:innen aus Nicht-EU-Staaten mit besonderen Fähigkeiten.

„Duale“ Studienmöglichkeiten: Vereinzelt schreiben Bibliotheken Stellen für ein „Duales“ Bachelorstudium aus oder für ein Referendariat / Volontariat mit Masterstudium. Auf diesen Stellen erhältst Du ein Ausbildungsentgelt. Halte nach diesen Stellenausschreibungen Ausschau auf BiblioJobs.

Wo werde ich während des Studiums wohnen?

Vielleicht musst Du für Dein Studium umziehen und bist daher auf der Suche nach einer passenden Wohnung oder einem geeigneten Zimmer. Dabei bieten sich die gängigen Plattformen für Studierende zur Wohnungssuche an, ebenso wie die kostengünstigen Wohnheimplätze der Studentenwerke. Da diese aufgrund hoher Nachfrage schnell vergeben sein können, ist es ratsam, sich rechtzeitig auf die Suche zu begeben. Auch das Beachten von Aushängen in den Hochschulen könnte sich als sinnvoll erweisen, da beispielsweise Wohngemeinschaften nach neuen Bewohner:innen suchen oder Absolvent:innen ihre Wohnung weitergeben möchten.

Sobald Du Deinen Studienstart konkretisieren kannst, könnte es zudem von Vorteil sein, Kontakt zu den Studierendengruppen Deines Fachbereichs aufzunehmen. Dort hast Du die Möglichkeit, wertvolle Informationen darüber zu erhalten, in welchen Vierteln Studierende üblicherweise wohnen, und Du kannst gezielt nach Wohngemeinschaften suchen. Behalte zudem im Blick, dass gerade im Sommer viele Studierende ihr Studium absolvieren und Wohnungen oder Zimmer freiwerden. Eine frühzeitige Suche kann daher besonders in Städten mit angespannter Wohnungslage sinnvoll sein.

Was ist der Unterschied zw. wissenschaftlichem Dienst & Bibliothekar:in?

Im Öffentlichen Dienst wird zwischen dem wissenschaftlichen und dem sogenannten „gehobenen“ Bibliotheksdienst unterschieden. Bibliothekar:innen im gehobenen Dienst verfügen in der Regel über einen Bachelorabschluss im bibliothekarischen Bereich. Für Stellen im „höheren“ oder wissenschaftlichen Bibliotheksdienst wird mindestens ein Masterabschluss verlangt. Das kann ein konsekutiver Master oder auch ein postgradualer Master im Fach Bibliotheks-/Informationswissenschaft sein. Postgradual bedeutet hier, dass er auf einem ersten Abschluss (Bachelor, Master, Promotion…) in einem anderen Studienfach aufsetzt. Solch einen Abschluss kannst Du im Rahmen eines MA-LIS-Studiums an der HU Berlin oder der TH Köln erwerben, ggf. auch als Teil eines Bibliotheks-Volontariats oder Referendariats.

Welche Jobaussichten bietet ein Studium in den Bibliotheks- und Informationswissenschaften?

Du hast mit einem Studium in Bibliotheks- und Informationswissenschaft vielfältige und zukunftssichere Jobperspektiven in wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliotheken. Darüber hinaus bieten sich Karrierewege in Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie Forschungseinrichtungen an. Hier bekommst Du einen aktuellen Überblick der offen Stellenangebote.

Hier findest Du zudem umfassende Informationen zur Eingruppierung von Mitarbeiter:innen im Bereich Bibliotheks- und Informationssektor.

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